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رقیبی برای ترامپ که هیچ کس به وی نیاز ندارد [فردریش اشتورم دانیل، دی ولت (آلمان)، 9 نوامبر 2019] (اداره کل رسانه های خارجی، عطیه خرم)

در انتخابات ریاست جمهوری سال آینده، امکان دارد یک میلیاردر باتجربه و کهنه کار در عرصه سیاست، با ترامپ به رقابت بپردازد: مایکل بلومبرگ، شهردار سابق نیویورک احتمال شرکت در این انتخابات به عنوان یک نامزد دمکرات را بررسی می کند. تصمیم نهایی بلومبرگ برای شرکت در انتخابات ریاست جمهوری احتمالا به ویژه به عملکرد سیاسی و شانس پیروزی جو بایدن بستگی خواهد داشت.

رقیبی برای ترامپ که هیچ کس به وی نیاز ندارد
1. در انتخابات ریاست جمهوری سال آینده، امکان دارد یک میلیاردر باتجربه و کهنه کار در عرصه سیاست، با ترامپ به رقابت بپردازد: مایکل بلومبرگ، شهردار سابق نیویورک احتمال شرکت در این انتخابات به عنوان یک نامزد دمکرات را بررسی می کند.
2. تصمیم نهایی بلومبرگ برای شرکت در انتخابات ریاست جمهوری احتمالا به ویژه به عملکرد سیاسی و شانس پیروزی جو بایدن بستگی خواهد داشت.
3. اگر مایکل بلومبرگ به واقع وارد عرصه رقابت ها شود، باعث ایجاد آشفتگی بین سایر نامزدها خواهد شد. بلومبرگ به وضوح نگران است که سایر نامزدهای دمکرات نتوانند با ترامپ به رقابت بپردازند.
4. به گزارش"نیویورک تایمز"، بلومبرگ و مشاوران او با چند تن از نمایندگان برجسته دمکرات ها تماس گرفته و به آنها تصمیم وی برای شرکت در انتخابات را اعلام کرده اند.
5. حتی اگر بلومبرگ معتقد باشد که تمام نامزدهای دمکرات شانسی در مقابل ترامپ ندارند، نامزدی وی ریسک زیادی برای حامیان خط مشی سیاسی میانه رو در بر دارد: بلومبرگ احتمالا تلاش خواهد کرد حامیان بایدن را به خود جلب کند و رای دهندگان را دچار سردرگمی خواهد نمود.
6. از سوی دیگر، نامزدی بلومبرگ در صورتی که بایدن طی ماه های آینده از دور رقابت ها خارج شود، مطلوب و نتیجه بخش خواهد بود: در آن صورت بلومبرگ جایگزین بایدن می شود و پویایی جدیدی در حزب دمکرات رخ خواهد داد.
منبع: اداره کل رسانه های خارجی

 

 

 

Der Trump-Gegner, den niemand braucht
09.11.2019 Daniel Friedrich Sturm Die Welt
Michael Bloomberg erwägt eine Präsidentschaftskandidatur für die Demokraten. Weil er niemandem sonst zutraut, Donald Trump zu besiegen. Doch die Kandidatur des politisch moderaten Milliardärs macht nur unter einer Bedingung Sinn.
 
Ein politisch erfahrener, politisch moderater Milliardär gegen Donald Trump? Bei der Präsidentschaftswahl in knapp einem Jahr könnten Amerikas Wähler womöglich vor dieser Alternative stehen. New Yorks früherer Bürgermeister Michael Bloomberg, 77, erwägt nämlich eine Bewerbung als demokratischer Herausforderer des Präsidenten.
Ob Bloomberg wirklich Präsidentschaftskandidat wird – das hängt wohl vor allem von der weiteren politischen Performance eines anderen Mannes ab, nämlich von Joe Biden.
Der frühere US-Vizepräsident Biden, 76, ist bisher Favorit unter den Bewerbern um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Er ist im Volk recht beliebt, hat aber nun mit allerhand Widrigkeiten zu kämpfen: Bidens Spendeneingang ist erheblich eingebrochen, bei öffentlichen Auftritten wirkt er manchmal fahrig, verhaspelt sich selbst während der medial stark beachteten Fernsehdebatten mit seinen parteiinternen Konkurrenten.
Vor allem aber gewinnt mit der linken Senatorin Elizabeth Warren, 70, eine Gegenspielerin immer mehr Zustimmung. Immer stärker beharken sich die beiden. Warren liegt in Umfragen in einzelnen Staaten schon weit vor Biden. Erst jüngst wurde eine Erhebung aus dem Bundesstaat Iowa bekannt, bei der Biden nur noch auf Platz vier rangiert.
Hier liegt er hinter Warren, dem linken Senator Bernie Sanders, 78, und dem Kleinstadt-Bürgermeister Pete Buttigieg, 37. Für den jovialen Menschenfischer Biden ist diese Umfrage ein Schlag ins Gesicht, zumal Iowa nicht irgendein Staat ist. Just hier findet am 3. Februar 2020 der sogenannte Caucus statt, die erste Vorwahl unter den demokratischen Kandidaten. Das Ergebnis wird bundesweite Signalwirkung haben.
Sollte Michael Bloomberg, der bisher eine Kandidatur öffentlich ausgeschlossen hatte, nun doch antreten, könnte er das Feld der Bewerber kräftig durcheinanderwirbeln. Bloomberg, von 2002 bis 2013 Bürgermeister von New York und Gründer des nach ihm benannten Medienunternehmens, gilt als einer der reichsten Männer der Welt und könnte den (parteiinternen) Wahlkampf mit vielen Millionen Dollar fluten.
Bloomberg ist offenbar besorgt, die bisherigen Bewerber der Demokraten könnten es am Ende nicht mit Trump aufnehmen. So jedenfalls zitiert die „New York Times“ Bloombergs engen Berater Howard Wolfson. Trump stelle eine „noch nie da gewesene Bedrohung“ für die USA dar. „Wenn Mike (Bloomberg) antritt, würde er den Demokraten eine neue Wahl bieten“, sagte Wolfson demnach.
Bloomberg und dessen Berater sollen bereits mehrere prominente Vertreter der Demokraten kontaktiert haben, um ihnen mitzuteilen, dass er ernsthaft erwäge zu kandidieren, schreibt die „New York Times“. Demnach soll Bloomberg außerdem Mitarbeiter in den Bundesstaat Alabama geschickt haben, um nötige Formalitäten zu erledigen. Dort läuft an diesem Freitag eine Anmeldefrist für Bewerber aus.
„Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen“, hatte Bloomberg im März gesagt, während er damals noch eine Kandidatur ausschloss. Dies tat er unter Verweis darauf, wie schwierig es sei, „in einem solch großen Feld der Demokraten die Nominierung zu schaffen“.
Selbst wenn man der Auffassung ist, dass alle demokratischen Bewerber chancenlos gegen Trump wären (Umfragen sagen das Gegenteil), so birgt eine Kandidatur Bloombergs erhebliche Risiken für die von ihm angesprochenen Anhänger eines moderaten Kurses. Bloomberg würde vermutlich vor allem Bidens Anhänger ansprechen, sprich: die moderaten Bewerber jagen sich wechselseitig Stimmen ab, kannibalisieren sich.
Das käme indirekt den dezidiert linken Bewerbern wie Warren und Sanders zugute. Schon jetzt bemüht sich Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend in Indiana, mit einem dezidierten Mittekurs Honig aus der Schwäche Bidens zu ziehen. Am Ende werde es wohl auf ein Duell zwischen ihm und Warren herauslaufen, tönte er vor wenigen Tagen reichlich vorlaut.
In einem ganz anderen Licht stünde eine Bewerbung Bloombergs für den Fall, dass Biden weiter kräftig absackt und bereits in den kommenden Monaten aus dem Rennen aussteigt. Dann wäre Bloomberg gewissermaßen der Ersatzspieler von Biden. Nur so könnte in dem demokratischen Kandidatenfeld eine völlig neue Dynamik entstehen.
Aber kann Bloomberg die eingeschriebenen Demokraten, die zu den Vorwahlen gehen, wirklich begeistern? Als New Yorker Bürgermeister war Bloomberg ein Unabhängiger, zuvor Republikaner, erst 2018 schrieb er sich als Demokrat ein.
Mit seinem Vermögen und seinem Platz im Establishment stünde er in scharfem Kontrast zu dem Graswurzelansatz vieler aktiver, vor allem junger Demokraten. Bloomberg wäre der personifizierte Gegenpart zu dem Linksruck, den die Demokratische Partei seit mehreren Jahren durchläuft.
„Wir brauchen keinen weiteren Milliardär, der sich den Weg in diese Wahl kauft“, twitterte Steve Bullock, 53, Gouverneur von Montana und wenig aussichtsreicher Bewerber um die demokratische Kandidatur. Bernie Sanders schrieb, ohne Bloomberg beim Namen zu nennen: „Die Milliardärsklasse hat Angst und sie sollten Angst haben.“ Warren schrieb in einer Mail an ihre Anhänger, die „Wohlhabenden und gut Vernetzten haben Angst“.
In einer Hinsicht übrigens wäre eine Kandidatur Bloombergs nur konsequent: Schon jetzt dominiert die Generation „70 plus“ die Politik der Demokraten, also Biden, Sanders und Warren, außerdem Nancy Pelosi, 79, die mächtige Sprecherin des Repräsentantenhauses. Mit Biden und Sanders verbindet Bloomberg bei allen Unterschieden wenigstens eines: Alle drei wären bei der Inauguration im Januar 2021 die ältesten Präsidenten Amerikas.
https://www.welt.de/politik/ausland/article203231578/US-Demokraten-Michael-Bloombergs-zweifelhafte-Kanditatur.html

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